Muss ich Nachbarn informieren?
Wir legen Planen aus, Spritzschutz und parken Fahrzeuge versetzt. Bei größeren Objekten empfehlen wir, Nachbarn im Vorfeld kurz zu informieren. Es geht dabei weniger um Vorschriften als um die Dinge, die sich hinterher nicht mehr klären lassen: geöffnete Fenster, Wäsche auf dem Balkon, ein Fahrzeug direkt an der Fassade, frisch bepflanzte Beete unter der Wand. Ein Hinweis zwei Tage vorher spart die Diskussion danach. Bei Reihenhäusern und Doppelhaushälften ist außerdem sinnvoll, den direkten Nachbarn zu fragen, ob seine Fassadenhälfte gleich mitgemacht werden soll — die Trennlinie zwischen gereinigt und ungereinigt sieht man an einer durchlaufenden Wand sonst jahrelang.
Bei welcher Witterung wird gereinigt?
Ab fünf Grad plus und bei trockener Fassade. Bei Frost- oder Regenprognose verschieben wir auf den nächsten geeigneten Tag. Beide Grenzen haben einen sachlichen Grund. Frost: Wasser, das nach der Reinigung noch im Putz oder in den Fugen sitzt, dehnt sich beim Gefrieren aus und sprengt das Material von innen — der Schaden zeigt sich erst im Frühjahr als abplatzende Stellen. Regen und pralle Sonne: Mittel gegen Algen und Grünbelag brauchen Einwirkzeit auf der Fläche. Regen wäscht sie vorher ab, direkte Sonne lässt sie antrocknen, bevor sie wirken. In beiden Fällen ist das Ergebnis fleckig, und nachgearbeitet wird auf einer Fassade ungern. Herbst und Frühjahr sind deshalb die verlässlichsten Zeitfenster.
Lohnt sich Imprägnierung?
Bei Nord- und Wetterseiten ja, die Reinigung hält dann statt zwei bis drei Jahren meist vier bis sechs. Bei Südseiten ohne starkes Moos-Wachstum oft überflüssig. Der Zusammenhang ist einfach: Algen und Moos brauchen Feuchtigkeit, die lange auf der Oberfläche steht. Genau das passiert an der Wetterseite und überall dort, wo Bäume, Hecken oder Nachbargebäude die Wand beschatten, sodass sie nach Regen nicht abtrocknet. Eine Imprägnierung lässt Wasser abperlen und verkürzt diese Feuchtezeit. Sinnvoll ist sie deshalb flächenbezogen, nicht am ganzen Haus. Prüfen Sie vorher zwei Dinge: ob der Untergrund tragfähig und rissfrei ist — auf bröckelndem Putz hält keine Behandlung — und ob das Mittel dampfdiffusionsoffen ist, damit die Wand weiterhin nach außen austrocknen kann.
Was kostet eine Fassadenreinigung?
Preis pro Quadratmeter, abhängig von Höhe, Verschmutzung und Imprägnierung. Festpreis-Angebot nach kurzer Begehung. Die Höhe wirkt sich stärker aus als die Fläche, weil ab einer bestimmten Arbeitshöhe Hebebühne oder Gerüst nötig werden und damit ein eigener Kostenblock entsteht. Ebenfalls preisbestimmend sind der Untergrund — glatter Putz lässt sich schneller reinigen als Klinker mit tiefen Fugen oder Rauputz — sowie die Art des Bewuchses: Grünbelag geht mit Niederdruck ab, festsitzendes Moos in Fugen braucht Vorbehandlung und Einwirkzeit. Nennen Sie uns bei der Anfrage Geschosszahl, Fassadenmaterial und Himmelsrichtung der betroffenen Seite. Damit lässt sich schon vor dem Ortstermin sagen, ob eine Imprägnierung überhaupt sinnvoll ist.